Zusammenfassung: Rationalität, Moralität und Ontologie von Emotionen

Wenn Emotionen Ausdruck (bzw. Heraus-Bewegung) unserer Persönlichkeit sind, dann stellt sich auch die Frage, inwiefern sie rational sind. Rationalität kann in verschiedenen Akten bestehen, wie z.B. im Vergleichen, Abwägen und Bewerten. Während ein Schmerz im kleinen Finger nichts bewertet, sondern wir ihn durch Reflexion auf ihn selbst bewerten (etwa, dass er schlecht und unangenehm ist), so bewerten oder schätzen wir durch und in Emotionen häufig (für wahr angenommene) Sachverhalte, z.B. in der Achtung, dass eine andere Person eine absolute Würde hat, oder im Neid den Sachverhalt, dass eine andere Person uns in einer bestimmten Hinsicht überlegen ist. Hier stellt sich die Frage, inwiefern Emotionen wahrheitsfähig sind, d.h. inwiefern die in ihnen ausgedrückten Urteile und Überzeugungen wahr oder falsch sein können, aber auch, inwiefern es richtig oder falsch ist, bestimmte Emotionen in bestimmten Situationen zu haben (z.B. Schadenfreude). Weiterlesen

Zusammenfassung: Internationale Politik

Wenn das Politische darin besteht, dass Individuen gemeinsam nach einer bestimmten Ordnung leben und handeln, dann stellt sich unweigerlich die Frage, wie dieses Zusammenleben und Zusammenhandeln geordnet und bestimmt werden soll. Es stellt sich also die Frage, wer die Entscheidungen über die Art und Weise des Zusammenlebens und Zusammenhandelns trifft. Weiterlesen

Zusammenfassung: Was ist eine Ideologie?

Allgemein besteht das Politische im Zusammenhang und der Organisation verschiedener Individuen. Indem Individuen sich zusammenfinden, stellt sich unmittelbar die Frage nach Macht und Herrschaft. Selbst in dem Fall, dass einzelne Individuen nach dem Prinzip des „Rechts des Stärkeren“ über die Rechte anderer Individuen in der Gemeinschaft hinwegsetzen, so bedarf auch diese Herrschaftsform einer Begründung und Legitimierung. Weiterlesen

Zusammenfassung: Politische Herrschaft

Einer der zentralen Begriffe im Kontext politischer Philosophie ist der Begriff der Herrschaft. Herrschaft ist eine Form der intersubjektiven Machtausübung. Diese Machtausübung kann gelingen, aber auch scheitern. Deswegen ist Herrschaft aufs Engste mit Herrschaftsbegründung und Herrschaftslegitimation verwandt. Weiterlesen

Zusammenfassung: Politik und Macht

Politik hat es immer auch mit Macht zu tun, ist jedoch nicht allein auf Machtverfolgung und Machtausübung zu reduzieren, auch wenn es oft den Anschein hat, wie es etwa der Begriff „Machtpolitik“ anzeigt. Vielmehr gehört zum Politischen auch die Frage nach dem Gemeinwohl sowie regionaler und globaler Gerechtigkeit, die sich in der Gestaltung von Innen- und Außenpolitik zeigt. Macht hängt wesentlich mit Entscheidungen zusammen, und Entscheidungen verweisen wiederum auf Verantwortung. Weiterlesen

Zusammenfassung: Habermas‘ Diskurstheorie

Der deutsche Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas (*1929) hat mit seiner Theorie des kommunikativen Handelns ein Demokratiemodell entworfen, welches sich als eine Alternative zu Liberalismus und Republikanismus versteht. Während der Liberalismus (von lat. liber = frei) die Rechtsordnung subjektiv vom Individuum her begründet und am freien Markt orientiert ist, bezieht sich der Republikanismus (von lat. res publica = Gesellschaft) nicht so sehr auf das Individuum, sondern auf die Gemeinschaft und seine Kommunikation, durch die es zu einem Bürger wird. Weiterlesen